Foto von Max Malle. Der Gamer sitzt in einem weiß-grünen Stuhl vor einem Bildschirm und lacht zur Seite.

„Gaming und E-Sport gehört die Zukunft“

Der Applaus für ihn ertönt in der digitalen Welt – bei YouTube und Twitch. Max Malle gehört zum E-Sport-Team des VfL Wolfsburg. Als Content Creator weiß der 23-Jährige, wie aus Gaming gute Unterhaltung wird – und was man dabei lernen kann.

TEXT: CHRISTIAN OTTO
FOTOGRAFIE / VIDEOGRAFIE: POLINA GEORGESCU
04.010.2022

Gaming und E-Sport treffen den Zeitgeist. Was macht den Reiz digitaler Duelle und Begegnungen aus?

Herauszufinden, wer der Bessere ist. Dazu kommt: In der Gaming- und E-Sport-Szene lernt man immer neue Leute kennen. Es entstehen sogar langjährige Freundschaften. Und auf YouTube oder Twitch haben sich viele Influencer zu Vorbildern für junge Menschen entwickelt. Daraus entsteht eine weltweite Vernetzung.

Vom Hobby zum Beruf: Sie gehören seit 2020 dem E-Sport-Team des VfL Wolfsburg an...

Eigentlich studiere ich Maschinenbau, bin aber offensichtlich während eines FIFA-Turniers einem Scout aufgefallen. Irgendwann rief dann der VfL Wolfsburg an und wollte mich für sein Team verpflichten. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und konnte es anfangs auch gar nicht fassen. Mit Beginn der Corona-Pandemie ist das Thema E-Sport dann durch die Decke gegangen.

Online spielen oder moderieren: Was ist Ihre größere Stärke?

Meine Stärke ist der Content rund um das Gaming. Ich nehme nicht an Turnieren teil, sondern präsentiere und moderiere. Dabei geht es vor allem um die Fußball-Spielereihe FIFA und um Neues vom VfL Wolfsburg.

Was genau bedeutet es, ein Content Creator zu sein?

Das ist ein neuer, breit gefächerter Beruf. Ich erstelle lustige Clips und Videos, die vor allem bei YouTube und Twitch erscheinen und nehme Fußball-Challenges auf. Das sind alles Dinge, über die die Menschen lachen können. So wird aus Gaming und E-Sport Unterhaltung.

Was ist für Sie guter Content? Welche Trends beobachten Sie?

Der Großteil meiner Abonnenten ist zwischen 18 und 25 Jahre alt. Was in dieser Altersklasse aktuell gut ankommt, sind schnell geschnittene Videos mit möglichst wenig Redepausen. Als Content Creator darf ich nicht lange um den heißen Brei herumreden, sondern muss direkt zum Punkt kommen. Was als spannend oder langweilig empfunden wird, ändert sich sehr schnell.

Gamer

Der Fußball an Konsole und PC braucht keine großen Stadien, anreisende Fans oder Rasenheizungen. Gehört dem FIFA-Spielen die Zukunft, weil es nachhaltiger ist?

Dem Gaming und dem E-Sport gehört die Zukunft. Beides entwickelt sich schnell und wird noch viel größer werden. Aber den realen Sport wie Fußball im Stadion wird es niemals ablösen. Auf lange Sicht wird es beides geben. Der VfL Wolfsburg hat als der erste deutsche Profiverein erkannt, dass sich der Fußball in der digitalen und realen Welt bestens ergänzen.

Was lässt sich beim Gaming und E-Sport lernen?

Sehr viel. Neben dem strategischen Denken wird vor allem das Reaktionsvermögen geschult. Das hilft auch beim realen Sport. Ich selbst spiele Floorball. Das ist eine Hockey-Variante. Dabei schnell reagieren zu können, hilft extrem. Was viele unterschätzen: Beim E-Sport sind die Konzentrationsfähigkeit und das Denkvermögen enorm wichtig. Ich war zuletzt bei der FIFA-Weltmeisterschaft in Kopenhagen. Die besten Spieler der Welt sind während ihrer Matches extrem fokussiert und danach gedanklich erst einmal total erschöpft.

Der echte Fußball im Stadion des VfL Wolfsburg mit Fans oder der Online-Fußball mit seiner Community: Was macht Ihnen mehr Spaß?

Das kommt auf die jeweilige Begegnung an. Aber der E-Sport und das Streaming sind viel mehr mein Ding. Das Feedback der Community macht so viel aus und motiviert mich.

Ein Präsenzbesuch vor Ort oder ein digitaler Bummel durch die Autostadt dank YouTube, Instagram und Webseite: Was ist spannender?

Definitiv ein Präsenzbesuch. Ich war mit meinen Eltern schon oft in der Autostadt, habe dort einen kompletten Tag verbracht und mein neues Auto abgeholt. In der Autostadt kann man wirklich mehrere Tage verbringen, ohne dass einem auch nur im Ansatz langweilig wird.

Auch in der Autostadt gibt es Gaming und Edutainment-Veranstaltungen. Ist das der richtige Weg, um junge Menschen zu erreichen und gemeinsam etwas zu lernen?

Absolut. Das ist die Zukunft. Sich auch im echten Leben zu begegnen, ist in unserer Community immer noch sehr wichtig. Wer dank solcher Angebote einen schönen Tag in der Autostadt erlebt, kommt gerne wieder und lernt auch noch eine Menge dazu.

„Was viele unterschätzen: Beim E-Sport sind die Konzentrationsfähigkeit und das Denkvermögen enorm wichtig.“

Max Malle

Foto von Max Malle. Der Gamer in schwarzem VW Trikot lehnt mit seinem Arm auf einem grünen Stuhl. Er trägt eine Brille und lächelt in die Kamera.
Foto von Max Malle im Profil. Der Gamer sitzt im Stuhl, im Hintergrund befindet sich ein Bildschirm und ein illustrierter Wolf mit Controller im Mund.
Foto von Max Malle in Rückansicht. Der Gamer sitzt in einem Stuhl, den Körper zum Bildschirm gewandt. Darauf zu sehen ist ein Stadion.
Blick über die Schulter. Nahaufnahme von Max Malles Händen, die einen Controller halten.
Foto von Max Malle im Profil. Der Gamer sitzt in einem weiß-grünen Stuhl und lacht.
Foto von Max Malle in Rückansicht. Der Gamer sitzt im Stuhl und blickt auf den Bildschirm. Dort steht ein Mensch im Trikot.


Zur Person

Im richtigen Leben heißt er Maximilian Matthes, im Internet Max Malle. Dieser Künstlername ist vor allem bei YouTube und Twitch für eine riesige Fangemeinde ein fester Begriff. Der 23-Jährige kommentiert digitale Fußballspiele und moderiert im Auftrag des VfL Wolfsburg. Sein trendiger Beruf: Als Content Creator macht Max Malle aus dem Gaming und E-Sport gute Unterhaltung für ein junges Publikum.

Gaming in der Autostadt

Gaming-Fans und Digitaltüftler jeden Alters kommen in der Autostadt voll auf ihre Kosten. Von Coding-Seminaren über interaktive Smartphone-Rallyes bis hin zu Programmier-Workshops für eigene Games finden Sie hier zahlreiche Angebote, die eins gemeinsam haben: Sie verbinden aktives Lernen mit ganz viel Spaß. Edutainment im besten Sinne, also.

Ein Beispiel zum direkt Ausprobieren finden Sie hier:

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Spaß, Lernen und Gaming – vor Ort in der Autostadt:

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