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CUS ist der bekannteste Rätselerfinder im deutschsprachigen Raum. Wöchentlich prüft er seine Fans im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Exklusiv für Auto Stadt & Leben hat er eine Denksportaufgabe entwickelt. Kommen Sie dahinter?

Text: André Boße

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Speedy Gonzales düst mit dem neuen Audi E-Tron von Ingolstadt nach Wolfsburg und zurück. Auf der Hinfahrt mit gemächlichen 100 km/h im Schnitt.

Wie schnell muss er auf dem Rückweg nach Ingolstadt fahren, damit er insgesamt ein Durchschnittstempo von 200 km/h erreicht?

Zur Lösung
Die Lösung:
Er kann es nicht schaffen, egal wie schnell er fährt.
Warum?
Der Audi E-Tron fährt also hin mit 100 km/h. Nehmen wir an, die Strecke zwischen Ingolstadt und Wolfsburg beträgt 500 Kilometer (jede andere Streckenlänge tut es aber genauso), dann braucht der Wagen für die einfache Strecke fünf Stunden. Die Strecke hin und zurück ist 1000 km lang. Um 1000 km mit einem Schnitt von 200 km/h zu fahren, würde der Audi fünf Stunden benötigen (1000 km : 200 km/h = 5 h). Dumm nur, dass er diese ganzen fünf Stunden bereits auf der Hinfahrt verbraucht hat. Es bleiben also null Minuten für die Rückfahrt. Sprich: auch das schnellste Auto der Welt kann das nicht schaffen. Selbst, wenn wir das Auto 10.000 km/h oder 1 Million km/h fahren lassen, nähern wir uns dem geforderten Durchschnittstempo zwar immer weiter an, ohne es aber je ganz zu erreichen.
CUS

„Ich treffe nie jemanden, der den gleichen Beruf hat, wie ich“, sagt Rätselerfinder CUS von sich selbst. Doch das dürfte ohnehin schwer fallen, denn wer wissen will, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, der beißt auf Granit. Was wir wissen: Er ist männlich, lebt unweit von München und hat einen bürgerlichen Namen mit den Initialen CUS.

Von seinen Fans verlangt CUS Geduld, er selbst hat sie nicht: „Statt Zeit aufzuwenden, um ein Rätsel zu lösen, erfinde ich lieber eines.“ Aber wie genau funktioniert das? „Ich gehe den umgekehrten Weg der Löser, denn ich habe zuerst die Antwort – und arbeite mich dann zur Rätselfrage vor.“ Die Herausforderung dabei: CUS wandert auf einem schmalen Grat. „Der Abgrund links heißt ‚zu leicht’. Der Abgrund rechts ‚zu schwer’“ Den kleinen Weg dazwischen zu finden: „Das ist die Kunst.“

Auf die Lösung kommt ein Nobelpreisträger meist auch nicht schneller als ein Zehnjähriger. „Die besten Rätsel“, sagt CUS, „brauchen keine Vorbildung“. Das Wissen hat in seinen Augen heute nur noch einen geringen Wert: „Ein Knopfdruck genügt – und Wikipedia oder Google verraten alles“. Beim Rätseln gehe es um etwas ganz anderes: „Nicht ums Wissen, sondern ums Wissen wollen und um den Weg zur Lösung.“

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