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Bernd Kaufmann

Kern der Mobilität

Für Bernd Kauffmann, Künstlerischer Leiter der Movimentos Festwochen, übernimmt der Tanz eine wichtige Funktion in einer Zeit, in der sich die Bewegung immer mehr vom Menschen abzukoppeln droht.

TEXT: ANDRÉ BOSSE
FOTOGRAFIE: URBAN ZINTEL

3 Fragen an Bernd Kauffmann

01

Verstehen Sie Movimentos als einen Versuch, Mensch und Mobilität wieder zusammenzudenken?

BERND KAUFFMANN Selbstverständlich, das können Sie gar nicht auseinanderdenken. Mobilität, menschliche Bewegung, ist nie nur Raumüberwindung. Sie ist immer auch körperliche Beglaubigung der Erfahrungen, die Menschen aus ihrem Leben ziehen. Sie ist Ausdruck von Liebe und Hass, Entsetzen und Glück und anderen Gefühlen. Ich denke, dass es für die Autostadt, diesen „Vatikan der Bewegung“, äußerst sinnvoll ist, sich in einem Teil ihres programmatischen Tuns jedes Jahr aufs Neue mit diesem künstlerischen Kern des Mobilen, dem Tanz, auseinanderzusetzen. Und dies stetig in der Hoffnung, das Publikum zu bewegen, zu berühren und in Ruhe zu sich kommen zu lassen.

„Kern der Mobilität ist die menschliche Bewegung.“

BERND KAUFFMANN

02

Hilft Kunst also bei der Entschleunigung?

BK Kunst ist in ihrem schöpferischen Möglichkeitssinn mehr denn je notwendig. Und natürlich muss Kunst uns dazu verführen, zu uns selbst zu kommen, gelassen zu werden und auch einmal still zu sein.

03

Wie digital kann der Tanz werden? Kann Künstliche Intelligenz tanzen, oder Tänzer steuern?

BK Beides ist vorstellbar, und beides gibt es auch schon. Jedoch noch nicht mit einer künstlerischen Qualität, die ich für präsentabel halte. Ich gehe aber davon aus, dass wir dem „Robot-Dancing“ hier bald begegnen werden, und dann wird das Publikum sich fragen müssen, wie es denn um die Menschengemäßheit steht, wenn der technische Apparat eins wird mit den Organen des Menschen.

Weitere Informationen

Movimentos allgemein:
www.movimentos.de/

Veranstaltungstermine:
www.autostadt.de/veranstaltungs-programm/movimentos

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