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In der Stadt ist der Roller los

Elektrisch angetriebene Zweiräder gelten als alternative Verkehrsmittel für Kurzstrecken. In einer eigenen Abteilung entwickelt Volkswagen neue Konzepte für die urbane Mikromobilität. Deren Chef Carsten Camrath erläutert für AUTO STADT & LEBEN, worauf es in diesem neuen Marktsegment ankommt.

Text: Stephan Burgdorff, Johannes Winterhagen
Fotografie/Film: Konstantin Eckert

„Alles, was noch kein kleines Auto ist“, so definiert Carsten Camrath das wachsende Marktsegment der Mikromobilität. Als Leiter der Abteilung für Mikromobilität ist er für die Entwicklung von der Konzeption bis zur Serienreife verantwortlich. Robust und sicher müssen Mikro-Fahrzeuge von Volkswagen sein, so der Manager, der selbst mit Begeisterung elektrische Zweiräder fährt. Wichtig ist ihn zudem ernsthafte Nachhaltigkeit – dazu gehört die langfristige Haltbarkeit und eine Reperaturfreundlichkeit, die in dem überwiegend auf „Ex und Hopp“ ausgelegten Angebot in diesem Marktsegment selten ist. Die zunehmende Regulierung im Bereich der Mikromobilität sieht Camrath positiv: Nur so könne Volkswagen seine Produkte passgenau auf bestimmte Märkte zuschneiden.

„Wir müssen möglichst schnell dazu kommen, die vor­handene Ver­kehrs­fläche in den Städten effizienter zu nutzen.“

Carsten Camrath

Camrath hält Mikromobile für geeignet, um Verkehrsstaus und den damit verbundenen Schadstoffausstoß in den Städten zu reduzieren und zugleich den Flächenverbrauch durch Autos zu minimieren. Ein konventionelles Automobil nimmt mindestens zehn Quadratmeter Straße in Anspruch und transportiert im Schnitt nur 1,3 Personen. Das ist, so Camrath, nicht die beste Nutzung der kostbaren Verkehrsfläche. Neben dem öffentlichen Nahverkehr sei auch der Einsatz von zweirädrigen Mikromobilen ein Lösungsweg. Sie könnten zum Beispiel sehr gut für Kurzstrecken wie den Weg zur U-Bahn-Station eingesetzt werden.

Als ein Fahrzeug, das sicher sei und im Sharing-Sektor „so etwas wie der Golf der Mikromobilität“ werden könnte, sieht Camrath den Volkswagen Streetmate. Er hat die Silhouette eines großen Scooters, ist aber technisch ein Moped und ist deutlich größer. Die Reichweite der Batterie beträgt bis zu 60 Kilometer und die Geschwindigkeit zulassungsbedingt bis zu 45 Stundenkilometer. Man kann ihn sowohl im Stehen als auch im Sitzen fahren. Der Sitz ist in den Rahmen integriert und lässt sich bei Bedarf hochklappen.

Carsten Camrath leitet die Volkswagen Abteilung für Mikro­mobilität seit April 2018. Zuvor arbeitete er für Audi in Neckarsulm und in Györ (Ungarn). Sein Diplom im Fach Maschinenbau machte er im Jahr 2000 an der Technischen Universität Berlin.

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