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Da die Maschinen, hier der Mensch

Im Data:Lab München arbeitet Dr. Patrick van der Smagt für den Volkswagen Konzern an den Grundlagen Künstlicher Intelligenz. Der international bekannte Informatiker lässt sich dabei durchaus vom Menschen inspirieren. Doch nicht nur beim Kaffeekochen müssen Maschinen noch viel lernen.

Text: Johannes Winterhagen
Fotografie / Film: Konstantin Eckert

Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz lernen Maschinen in komplexen Situationen, zu einer guten Entscheidung zu kommen. Sie werden dadurch dem Menschen ähnlicher, der dafür seine Erfahrung nutzt. KI-Forscher Patrick van der Smagt bewundert die Fähigkeiten des Menschen: „Wenn man einem Kleinkind eine einzige Katze zeigt, wird es die nächste Katze auf der Straße sicher erkennen. Damit eine Maschine das gleiche leistet, muss man sie mit Tausenden von Katzenbildern füttern und ihr diese Bilder erklären.“ Und trotzdem sagt er auch: „Bei Routinetätigkeiten macht der Mensch sehr viel mehr Fehler als Maschinen. Neuronale Netze können in solchen Fällen nicht nur besser, sondern auch bedeutend schneller sein.“

„Künstliche Intelli­genz ist nicht nur für autonomes Fahren interessant, sondern für viele Facetten unseres Unternehmens, ob in der Produktion oder in der Ersatz­teil­versorgung.“

Patrick van der Smagt

Patrick van der Smagt beschäftigte sich bereits in seiner Masterarbeit und seiner Promotion an der Universität Amsterdam in den 1980er- und 1990er-Jahren mit Künstlicher Intelligenz. Seine wissenschaftliche Karriere führte ihn anschließend zunächst an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, bevor er im Jahr 2012 einen Ruf an die Technische Universität München annahm. Seit Oktober 2016 leitet er eine Forschungsgruppe für Grundlagen der Künstlichen Intelligenz am Volkswagen Data:Lab in München.