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Kaleidoskop Lagune

Gestalten und erhalten

Weite Wasserflächen, sanfte Hügel, sattgrüner Rasen: Die Autostadt empfängt mit einer Lagunenlandschaft, die Raum für tierische Gäste und menschliche Besucher bietet. Was meist verborgen bleibt: Dahinter steckt viel Arbeit.

Text: Marc Andres
Fotografie: Michael Jungblut

„Manchmal sehen wir Austernfischer, Eisvögel und Graureiher – und hier leben viele einheimische Fischarten wie Rotaugen, Barsche und Hechte.“
Ralf Kösters, Leiter Facility Management

Beim Blick von der kleinen Brücke ins klare Wasser erschrickt man fast: Ein Dutzend Karpfen, teilweise bis zu 80 Zentimeter lang, schnappt aus dem Nass heraus in die Luft. Ein paar Schritte weiter hoppeln einige Kaninchen über die Wiese. Die Tierwelt in der Lagunenlandschaft der Autostadt ist vielfältig – und sie hat noch viel mehr zu bieten.

Die Landschaft der Autostadt ist zwar künstlich angelegt, aber sie setzt auf Natur. Wer ihre Geschichte hört, kann sich ihr heutiges Aussehen allerdings kaum vorstellen. Wo sich nun Wasserflächen weich um die Markenpavillons schmiegen, befand sich im Jahr 1996, als die Idee zur Autostadt entstand, eine unansehnliche Versorgungsinsel für das Volkswagen Werk. Heute ist die geschwungene Fjordlandschaft ein wichtiges Argument für einen Besuch der Autostadt. Das Wasser spielt dabei eine besonders große Rolle: Die glatten Flächen bringen Ruhe in das insgesamt 28 Hektar große Gelände. Versorgt wird die Lagune aus dem Mittellandkanal, der direkt am Volkswagen Werk vorbeifließt.

Die Hausbäume: Eine Linde bei ŠKODA, eine Sumpfzypresse bei Audi oder eine englische Eiche am Premium Clubhouse.

Als optische Gegenspieler zu den glatten Wasserflächen dienen Pflanzen und Bäume. Dazu statteten die Landschaftsarchitekten die Parklandschaft behutsam mit kleinen Hügeln, schilfbewachsenen Uferböschungen, Sträuchern und Bäumen aus. Vor allem Kiefern wurden hier gepflanzt, aber auch eine Promenade mit Platanen, die Schatten spenden, Weiden auf der Kanalseite – und die sogenannten Hausbäume, die an den Pavillons der einzelnen Marken stehen.

Das alles macht viel Arbeit. Für Björn Maibaum, zuständig für die Außenflächen, ist das ganz selbstverständlich. Die Rasenflächen zum Beispiel werden intensiv gepflegt, mittlerweile von automatischen Rasenmähern, weil diese leiser sind und weniger Energie verbrauchen. Die Gartenarbeit übernimmt ein externer Dienstleister, der in der Hauptsaison zwischen Mai und Juli auch mal mit 40 bis 50 Mitarbeitern anrückt. Auch dabei wird die Autostadt immer nachhaltiger. Die Gärtner verwenden unter anderem Biodünger und sämtliche Geräte sind akkubetrieben, mit Naturstrom, wie im gesamten Unternehmen. Es gibt immer etwas zu tun, sagt Maibaum, und jedes Mal verändert sich die Lagune.

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