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Ergebnisoffen

Das Eiscafé Cool & Creamy ist seit dem Sommer um einen Werkstattbereich erweitert worden. Als Transformationslabor soll es Raum schaffen für innovative Ideen. Auch kulinarisch geht das Café neue Wege: Mit Stickstoff-Eis, außergewöhnlichen Pralinen und Desserts.

TEXT: BEN KNIGHT
FOTOGRAFIE: MICHAEL JUNGBLUT

Auf den ersten Blick nimmt der Besucher des Cool & Creamy zwei Szenen wahr, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. An einem Ende des Raums stellt der Kochkünstler David Marx Stickstoff-Eis her, am anderen Ende leitet der Designer Till Wolfer Teilnehmer eines Workshops dabei an, ihre eigenen Cargo-Bikes zu montieren. Doch dass das neu eingerichtete Transformationslabor der Autostadt in dem ebenfalls neugestalteten Café seine Heimat gefunden hat, ist kein Zufall, wie Friedrich von Borries erläutert. Der Architekt, der Designtheorie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg lehrt, verweist auf das grundlegend Neue, das beide Konzepte verbindet. „Die Welt verändert sich“, so von Borries, „und wir müssen neue Ideen ausprobieren, um mit ihr Schritt zu halten“.

Ein Blick in die Cool & Creamy Küche genügt, um zu zeigen, warum dieser Ort als Labor bezeichnet wird:

"Das extrem schnelle Ge­frier­en unter­bindet die Bildung von Eis­kris­tal­len. Außer­dem setz­en wir al­ter­native Süß­stoffe ein – etwa Reis­sirup oder Kokos­blüten­zucker."

DAVID MARX
Food-Designer

Am anderen Ende des Raums ist das Kopenhagener Designkollektiv N55 im Transformation Lab damit beschäftigt, den urbanen Verkehr mit sogenannten „XYZ“-Cargo-Bikes nachhaltiger zu gestalten. In einem Workshop, dem ersten von drei Veranstaltungen, die dieses Jahr im Transformationslabor stattfinden, fertigen die Teilnehmer unter der Leitung der N55-Designer Till und Veit Wolfer robuste Allzweckräder oder Cargo-Bikes. Viel Aufsicht erfordert dies nicht. Diese Fahrräder sind einfach zu bauen, etwa so wie ein Lego-Bausatz für Erwachsene. Das Geheimnis dieser Fahrräder (es gibt sechs verschiedene Modelle unterschiedlicher Komplexität, einige mit Elektromotoren) liegt in ihrem Namen: Die X-, Y- und Z-Achse liefern die mathematische Vorlage für das stabile, rechtwinklige Verbindungssystem, mit dem die Fahrräder gebaut sind. Mit diesem System sollen die Bikes nicht nur einfach aufzubauen sein, sondern sich im urbanen Alltag auch starker Beanspruchung stellen.

"Wir wollen Menschen befähigen, existierende Technologien neu zu nutzen."

TILL WOLFER
N55-DESIGNER

Stickstoff-Eis und Cargo-Bikes sind aber nur der Anfang. Das Transformationslabor im Cool & Creamy wird in regelmäßigen Abständen zukünftig weitere spannende Aktionen präsentieren. Die inhaltliche Ausrichtung und kuratorische Linie entwickelt die Autostadt gemeinsam mit dem Designtheoretiker Professor Friedrich von Borries, die gestalterische Neukonzeption des Pavillons und der Pop-Up-Formate entsteht in Zusammenarbeit mit dem Architekten Professor Jesko Fezer und der Kooperative für Darstellungspolitik. Der Werkstatt-Bereich im Cool & Creamy ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, das gastronomische Angebot täglich von 12 bis 18 Uhr.

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