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Peter Kogler

Raumgestaltung im ZeitHaus

„Meine Arbeiten kreisen um Chaos und Ordnung“

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Im ZeitHaus stehen sie gesammelt unter einem Dach: die „Meilensteine der Automobilität“. Mit diesen erzählt das ZeitHaus die 125-jährige Geschichte des Automobils - und damit zugleich die Chronik der Entwicklung eines exklusiven Produktes für wenige hin zu einer Selbstverständlichkeit für viele. Umfangen werden die Fahrzeuge durch die künstlerische Wandgestaltung von Peter Kogler, die alle Ausstellungsebenen durchzieht.

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Für die Gestaltung des ZeitHauses hat sich Kogler von den Oberflächen der Autokarosserien inspirieren lassen, was sowohl die Reflexion als auch die plastische Form betrifft. Dabei geht er nicht abbildend oder illustrierend vor. Vielmehr nutzt er für seine „Wandmalerei“ Programme der Bildbearbeitung: Er hat die Dimensionen der Wandflächen vor Augen, überträgt seine Vision auf das Ganze des Raumes.

WELLEN IN GRAUSCHATTIERUNGEN SCHLUCKEN DIE WINKEL

Mit den Mitteln des Pixels sind in den Räumen des ZeitHauses organische Formen entstanden, die wie Wellen auf den Wänden liegen, ihnen sanft zu schmeicheln scheinen. Gleichzeitig zerdehnen sie den Raum, lassen die Winkel fließen. Um nicht mit der Farbigkeit der ausgestellten Fahrzeuge zu konkurrieren, wählte Kogler Grauschattierungen, die er teilweise silbern akzentuierte. Große Raumskulpturen in denselben Formen und Farben gliedern die Ausstellungsfläche im ZeitHaus und unterstützen einen surreal anmutenden Effekt der gesamten Inszenierung.

Durch das Miteinander von Kunst und Technik entsteht ein permanentes Wechselspiel in der Wahrnehmung der Formen. Die Raumskulpturen sind Bestandteil des Spiels: Mit ihren organischen Konturen wirken sie auf die Meilensteine der Automobilität zurück und lassen die Fahrzeuge ihrerseits wie Skulpturen erscheinen. So ermöglicht die Inszenierung der Meilensteine, dass die künstlerische Gestaltung der Räume und die Präsentation der Automobile eigenständige visuelle Erlebnisse darstellen.

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Über den Künstler

Peter Kogler
Peter Kogler
* 1959 in Innsbruck

Foto: Axel Martens

Peter Kogler wurde 1959 in Innsbruck geboren. Er studierte an der Wiener Akademie bei Lois Egg in der Bühnenbildklasse. Nach anfänglichen aktionistischen Performances setzte er sich seit Anfang der 1980er Jahre mit Malerei und Videokunst auseinander. Seit dieser Zeit hat Kogler die Medien- und Computertechnologie zur Grundlage seiner installativen und raumbezogenen Arbeiten gemacht.

Bereits in seinen frühen, zwischen Bild und Objekt vermittelnden Werken, nimmt er auf die Mediatisierung und Virtualisierung der Lebenswelt Bezug: Er konfrontiert den Perfektionismus der neuen Technologien mit den Motiven des Körperlichen und Organischen bzw. blendet beides ineinander. Sein Bildträger ist meist der reale Raum, den er mit einer reduzierten Zeichensprache füllt oder zu verfremden versucht. So überzieht er Boden, Wand und Decke mit Röhren, Ameisen oder Gehirnen und führt den Besucher durch Labyrinthe.

Eckdaten zu Koglers reger Ausstellungstätigkeit sind die Teilnahmen an der documenta IX und X in den Jahren 1992 und 1997, sowie 1995 an der Biennale in Venedig. Des Weiteren praktiziert Kogler mit zahlreichen öffentlichen Aufträgen auch Kunst am Bau, darunter eine Wandinstallation in der Donau-Universität Krems, die Fassadengestaltung auf der Expo 2000 in Hannover und ein Parkhaus am Flughafen Wien. Grundthema seiner Arbeiten sind Bilder aus einer zunehmend von Datenströmen und elektronischer Kommunikation beherrschten Welt.

Peter Kogler gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Österreichs. Er hat eine Professur für Grafik an der Münchner Akademie der Bildenden Künste und lebt in Wien.

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Weitere Informationen

Design IKONEN im ZeitHaus

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