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Russel Maliphant & Vangelis

15. August 2019 - 17. August 2019

Russel Maliphant & Vangelis

Movimentos Festwochen

Foto: Yannis Bournias

Foto: Yannis Bournias

Russel Maliphant & Vangelis

15., 16. und 17.08.2019, 20 Uhr, „Hafen 1“
Werkeinführung 15.08. 19:15 Uhr Foyer „Hafen 1“

Russel Maliphant & Vangelis bei den Movimentos Festwochen

Der griechische Komponist, Klangkünstler und Oscarpreisträger Vangelis – einer der Pioniere der elektronischen Musik – ist Subjekt und Objekt einer choreografischen Hommage des Londoner Künstlers Russell Maliphant. Für die Choreografie „The Thread“ (der Faden) haben sich beide zusammengetan, um dem traditionellen griechischen Tanz in den Kompositionen von Vangelis in die Neuzeit zu überführen. Der antike Mythos des Ariadnefadens diente ihnen als Wegweiser durch die Weiten der tradierten griechischen Klangwelten. Dafür wurde eigens ein Ensemble aus 18 Tänzerinnen und Tänzern geschaffen, die teils in traditionellem griechischem Tanz, teils in westlichem zeitgenössischem Tanz ausgebildet sind. Diesem Ansatz folgend, hat Vangelis griechische Traditionals in raumfüllende elektronische Klänge transformiert.
Der britische Guardian bezeichnete die Zusammenarbeit, die im März 2019 in London uraufgeführt wurde, als „profound and thrilling“. Bei den Movimentos Festwochen der Autostadt war Russell Maliphant 2016 sowie  2010 mit der Choreografie „AfterLight“ im Rahmen der Diaghilev-Hommage „In the spirit of Diaghilev“ zu Gast.

choreografie the thread (Deutschlandpremiere)

Leitung und Choreografie: Russell Maliphant
Musik: Vangelis
Licht: Michael Hulls
Kostüme: Mary Katrantzou
Konzept: Georgia Iliopoulou

Spieldauer: 1 Stunde 20 Minuten

Die Choreografie „The Thread“ (Der Faden) ist inspiriert vom griechischen Mythos des Minotaurus, eines Zwitterwesens aus Stier und Mensch, das in Naxos auf Kreta in einem Labyrinth gefangen gehalten wird und dem regelmäßig griechische Menschenopfer gebracht werden. Der Grieche Theseus kommt nach Naxos, um diesem blutigen Treiben ein Ende zu bereiten. Um sich im Labyrinth nicht zu verirren, bekommt er von der Königstochter Ariadne einen Faden, den sie am Eingang befestigt und mit dessen Hilfe Theseus den Weg aus dem Labyrinth findet. Dieser Mythos ist für Maliphant auf dreifache Weise aktuell: Der Minotaurus steht für die Urinstinkte im Menschen, das Labyrinth ist bis heute ein Sinnbild für die unerforschten Abgründe der menschlichen Psyche, während der Faden der Ariadne häufig als das vorherbestimmte Schicksal gedeutet wird.
In keiner europäischen Nation spielt der Tanz eine so große Rolle wie in Griechenland. Er ist Teil des Alltags, der Religion und der Überlieferung, auch jener der antiken Mythen. Dies inspirierte ihn dazu, die alten griechischen Tanzformen auf zeitgenössisches Bewegungsvokabular treffen zu lassen und aus diesem Aufeinandertreffen eine eigene gestalterische Kraft und Formensprache zu entwickeln. Dafür wurde eigens ein Ensemble aus 18 Tänzerinnen und Tänzern geschaffen, die teils in traditionellem griechischem Tanz, teils in westlichem zeitgenössischem Tanz ausgebildet sind. Diesem Ansatz folgend, hat Vangelis griechische Traditionals in raumfüllende elektronische Klänge transformiert. Der überaus expressive Soundtrack erinnert in seiner Opulenz und Bildhaftigkeit an die Musik zu großen Filmwerken.

russel maliphant

Russell Maliphant ist einer der führenden Tänzer und Choreografen seiner Generation.
Er tanzte beim Sadler’s Wells Royal Ballet, bevor er sich 1988 der freien Tanzszene zuwandte. Seine klassische Tanzausbildung ergänzte er durch Studien in Physiologie, Biomechanik und Rolfing, einer manuellen Körpertechnik – eine Vielseitigkeit, die seine Arbeiten nachhaltig beeinflusste. Russell Maliphant choreografierte u.a. für das Ballet de l’Opéra de Lyon und die israelische Batsheva Dance Company. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Olivier Award sowie der Critic’s Circle National Dance Award for Best Choreography. Seit 2005 ist Russell Maliphant Associate Artist des Sadler's Wells, London.

vangelis

Für die Produktion „The Thread“ hat Maliphant, neben seinem langjährigen künstlerischen Partner, dem Lichtdesigner Michael Hulls, sowie der Fashion-Designerin Mary Katrantzou, einen der größten Komponisten unserer Zeit zur Zusammenarbeit gewinnen können. Vangelis gilt als einer der Väter der elektronischen Musik. Und dies wurde er ohne jede konventionelle Ausbildung. Im Alter von vier Jahren komponierte er erste Stücke auf dem Familienklavier, im Alter von sechs Jahren führte er seine Kompositionen öffentlich auf. Als Teenager begegnete er erstmals den gerade aufkommenden elektronischen Musikinstrumenten, die ihn eine neue Spielart seiner Kreativität ausleben ließen. Im Laufe der Jahre richtete er Studios und Labore in Paris, London, Athens und Rom ein und arbeitete mit angesehenen Sängern, Künstlern, Stückeschreibern, Dichtern, Choreographen, Filmemachern, Sportlern, Ärzten und Wissenschaftlern auf der ganzen Welt zusammen. Seine Musik für den Film Die Stunde des Siegers mit einem Oscar ausgezeichnet, weltbekannt wurde sein Score zu dem Film „Blade Runner“. Und jetzt, nach über 40 Alben, mehr als 20 Film-Soundtracks, zwei Ballettmusiken, sechs Stücken, drei Choral-Sinfonien, großen audiovisuellen Spektakeln und zahlreichen Ehrungen, Auszeichnungen und Titeln, erweitert er noch einmal den Horizont der elektronischen Musik, indem er sie mit

Weitere Informationen

Beginn: 20:00 Uhr | Dauer: 1 Stunde 20 Minuten | Ort: Hafen 1

15. August 2019 - 17. August 2019